Wani Olivenöl

Was kennzeichnet qualitativ hochwertiges Olivenöl?

Aufräumen mit Halbwissen über Olivenöl

Liebe Kundinnen, liebe Kunden

Aufgrund aktueller Thematik haben wir uns gedacht, dass es wieder einmal an der Zeit ist, mit Halbwissen über Olivenöl und wann es hochwertig und sein Geld wert ist oder nicht, aufzuräumen! Die gestern in der aktuellen Februar- Ausgabe der Zeitschrift "Stiftung Warentest" veröffentlichte umfangreiche Studie über Olivenöl und die eklatant schlechten Ergebnisse vieler Test-Öle haben sicherlich viele Konsumenten verunsichert. Eines nur kurz vorab: Unser Öl war selbstverständlich nicht dabei und auch kein Öl aus unserem Anbaugebiet Thrapsano auf Kreta. Darum soll es hier aber nicht gehen. Viel mehr werden wir immer wieder von Fragen überrascht, die der kundige Olivenölverbraucher eigentlich wissen sollte und möchten mit diesem Artikel ein bisschen Licht ins Dunkel bringen. Kann man mit Olivenöl kochen? Wie sieht es mit den Säuren im Öl aus? Was kennzeichnet denn nun gutes Olivenöl?

Hier ein paar Fakten ohne Fachchinesisch: Olivenöl ist ein Pflanzenöl und besteht aus Fettsäuren. Den größten Anteil macht dabei die Ölsäure aus, mit ca. 55-83%. Die Fettsäuren sind in unserer Güteklasse I wie folgt verteilt: 77% einfach ungesättigte Fettsäuren, 9% mehrfach ungesättigte Fettsäuren und 14% gesättigte Fettsäuren.

Was sind Fettsäuren und wofür sind sie gut? Gerade den einfach ungesättigten Fettsäuren eilt der Ruf voraus, nachweislich den Cholesterinspiegel zu senken. Bei Olivenöl ist der Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren übrigens grundsätzlich nie besonders hoch- das ist also kein Merkmal mangelhafter Qualität. Genausowenig gibt es in Olivenöl Omega-3-Fettsäuren, heutzutage ein liebgewonnener und nahezu überall in der Lebensmittelindustrie chemisch beigemischter Stoff, an dessen Dasein sich die Konsumenten gewöhnt haben. 

Auch die gesundheitsfördernde Wirkung bestimmter Pflanzenstoffe im Olivenöl ist hinlänglich bekannt und wird als "anti-oxidativ" beschrieben. 

Was aber genau ist darunter zu verstehen? Anti-Oxidantien sind sogenannte "Radikalfänger," sie fangen die freien Radikale, welche bei Stoffwechselprozessen im Körper entstehen auf, reagieren mit Ihnen und machen sie unschädlich- damit verhindern Sie deren negativen Einfluss auf die menschliche Zellstruktur. Auf diese Weise wird der Alterungsprozess verlangsamt, das Immunsystem gestärkt und bestimmten Krankheiten vorgebeugt. Anti-oxidative Wirkung im Olivenöl ist den darin enthaltenen Vitaminen A und E zuzuschreiben, vor allem aber der phenolisch-pflanzlichen Verbindung Oleuropein, welche in reinem Olivenöl der Güteklasse I zu finden ist.  

Interessant ist auch, dass der Otto-Normalverbraucher gerne mit dem Begriff "Säuregehalt" verwirrt wird: Damit ist nämlich etwas anderes gemeint, als man zunächst vermuten würde. Es geht hier nicht um die im Öl enthaltenen, oben beschriebenen Fettsäuren, sondern um den Säuregehalt, welcher bei der Produktion des Olivenöls entsteht. Die Oliven werden nach der Ernte gepresst und zu Öl weiterverarbeitet. Ideal ist es, wenn dabei besonders junge und unreife Oliven direkt nach der Ernte und ohne lange Zwischenlagerung weiterverarbeitet werden, denn dann entsteht während des Produktionsprozesses so gut wie keine "Restsäure", welche sich anschließend im Öl ablagert. Der Gesetzgeber gibt vor, dass der Wert dieser sogenannten freien Restsäure 0,8 % nicht übersteigen darf, damit das Öl noch den Titel "natives Olivenöl extra"- also höchste Qualitätsstufe- tragen darf. Je geringer dieser Wert aber ist, umso klarer muss dem Verbraucher werden, dass er es mit wirklich qualitativ hochwertigem Olivenöl zu tun hat.

Unser Laini-Olivenöl zum Beispiel hat lediglich 0,3 % dieser Restsäure, d.h. Sie als Kunden können sich sicher sein, dass dieses Öl nicht aus zum Teil verschimmelten oder mit Krankheiten behafteten Oliven gepresst wurde- Probleme, die immer dann entstehen, wenn die Olivenfrüchte zu spät geerntet wurden, folglich zu reif sind und dadurch schneller verderben. Bei einem Wert von 0,8 % müssen Sie davon ausgehen, ein Mischprodukt aus frischen, unreifen Oliven und überreifen, verdorbenen Oliven gepresst zu bekommen- obwohl die aktuelle Gesetzeslage, Öle diesen Wertes immer noch mit der Güteklasse I auszeichnet!

Achten Sie auch immer auf die Farbe eines Olivenöls: Je hellgrüner es ist, desto jünger waren die Früchte bei der Ernte und desto sicherer können Sie folglich sein, beste Qualität serviert zu bekommen. Unser Laini Olivenöl zum Besipiel leuchtet hellgrün, ist reich an Chlorophyll und strotzt nur so von Vitalität- und dazu ist es noch außerordentlich geschmackvoll und frisch duftend.

Und ja: Selbstverständlich können Sie damit auch kochen, braten und frittieren! Auf diesem Segment herrscht nach wie vor großes Unwissen. Der Rauchpunkt von Olivenöl liegt bei 180 Grad. Der Rauchpunkt ist aber nichts Gefährliches, bei dem das Öl toxisch und gesundheitsschädlich wird, sondern kennzeichnet lediglich den Moment, an dem die verfliegbaren Komponenten im Öl, wie z.B. Wasser, verdampfen. Machen Sie sich also keine Sorgen und gönnen Sie sich und Ihrer Gesundheit das Öl nicht nur im Salat. Jahrhundertealte, mediterrane Kochtraditionen beweisen das Gegenteil.

Und das Beste kommt zum Schluss: Diese gebündelte Qualität muss nicht zwangsläufig teuer sein! Bei uns können Sie sie zu einem günstigen Preis erwerben, den wir in Zusammenarbeit mit unseren Produzenten auf Kreta Jahr um Jahr für Sie möglich machen.

Wir hoffen, wir konnten mit diesem Artikel Aufräumen mit einigen Vorurteilen, Ihr Wissen rund um den edlen Oliven-Saft vergrößern und Sie darin bestärken, dass Sie alles richtig machen: Denn Sie sind Kunde bei Wani Olivenöl !

Herzliche Grüße, Ihr Wani Service Team